Eine gemeldete 1,8 Meter hohe Tsunami krachte Dienstagabend gegen die Küste im Norden Chiles: Die Erde hatte um 20:46 Uhr (Ortszeit) im Pazifik 85 Kilometer nordwestlich der Stadt Iquique (180.000 Einwohner) mit einer Stärke von 8.2 laut Angaben der US Geological Survey (USGS) gebebt.

Der heftige Erdstoß ereignete sich in einer Tiefe von 9,9 Kilometern. Die Behörden riefen eine Tsunami-Warnung für Chile, Peru und Ecuador aus, weitere Staaten wie Kolumbien, Panama und Costa Rica sollten Ausschau halten nach einer möglichen Flutwelle.

Aus den Orten entlang der Küste im Norden des Südamerika-Staates gab es erste dramatische Bilder: Menschen wurden angewiesen, höher gelegene Orte aufzusuchen. Zehntausende wurden in den Städten Iquique, Arica und Antofagasta evakuiert, Tausende versammelten sich auf den Straßen, die Evakuierung schien laut ersten TV-Bildern ohne weiterverbreitete Panik abzulaufen.

Laut dem „US Pacific Tsunami Warnung Center“ könnte der fast zwei Meter hohe Tsunami in einigen Kostenorten „destruktiv“ gewesen sein. Die Region war in der letzten Woche von einem „Schwarm“ leichter Erdstöße erschüttert worden, eine heftigerer Erdstoß wurde damals befürchtet. Am 16. März bebte die Erde mit einer Stärke von 6,7. 2010 tötete ein 8,8-Beben 500 Menschen und zerstörte 220.000 Gebäude.