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Es wäre so als gäbe es in Newtown ein neues Schulmassaker: Fast fünf Jahre nach dem schlimmsten Blutbad in einer US-Kaserne aller Zeiten (13 Tote, 30 Verletzte) schlug Mittwoch Nachmittag neuerlich ein Soldat in dem texanischen Armeestützpunkt zu.

Irakveteran Ivan Lopez (34), der wegen post-traumatischem Stress (PTSD) behandelt wurde, erschoss drei Opfer, verletzte 16 Menschen, bevor er sich das Leben nahm, sagte der Kommandant des Stützpunktes, Generalleutnant Mark Milley. Zwei Opfer wurden von mehreren Kugeln getroffen und befinden sich in kritischem Zustand.

Der Schock in den USA beim ersten “Mass Shooting” seit mehreren Wochen war groß: Barack Obama wurde am Weg nach Chicago informiert, die Bluttat hätte “eine alte Wunde in Ft. Hood wieder aufgerissen”, sagte der US-Präsident.

Obwohl die Ermittler nichts ausschließen wollen, wurde ein Terroranschlag vorerst für unwahrscheinlich gehalten. Das FBI übernahm die Untersuchungen. Laut Nachbarn war  Veteran Lopez verheiratet und hatte eine zwei Jahre alte Tochter.

Er ließ sich in Ft. Hood wegen PTSD und Depressionen behandeln. Um 16 Uhr (Ortszeit) eröffnete er mit einer Smith & Wesson-Pistole (Kaliber 0,45) das Feuer. Die ersten Schüsse fielen in der Krankenstation, dann sprang der Killer in einen Wagen, fuhr zu einem anderen Gebäude und eröffnete auch dort das Feuer. Nach 15 Minuten stellte ihn eine Militärpolizistin auf einem Parkplatz. Lopez schien sich zunächst zu ergeben, hob die Hände, doch griff dann in die Tasche. Die Polizistin feuert, der Amokläufer jagte sich eine Kugel in den Kopf.

Die Militärgemeinde in Killeen erlebt jetzt ein neues Trauma. Am 5. November 2009 harte Major Nidal Malik Hasan 13 Menschen erschossen. Das Blutbad wurde später  von den Anklägern als Terroranschlag gewertet, da Nidal vom “Dschihad” motiviert gewesen wäre.