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Drama im Pazifik – ausgelöst durch den Leichtsinn einer US-Abenteurer-Familie: Das Kriegsschiff der US-Marine, USS Vandegrift, erreichte  ein Segelboot bei der Rettungsaktion eines einjährigen Kleinkindes. Das Mädchen Lyra wurde zum Beginn einer geplanten Weltumsegelung des Paares Eric und Charlotte Kaufman aus San Diego (Kalifornien) schwer krank. An Bord des zehn Meter langen Bootes “Rebel Heart” ist auch noch die dreijährige Tochter der Abenteurer, Cora.

Die Familie verständigte die Küstenwache, als das Baby hohes Fieber und einen Ausschlag bekam. Die Segler waren da 1600 Kilometer südwestlich von Cabo san Lucas (Mexiko) am Weg zu den Trauminseln der Südsee. Die Eltern des kranken Kindes deuteten an, dass Lyra an einer Salmonellen-Vergiftung laborieren könnte. Die Nationalgarde entsandte ein Flugzeug und einen Helikopter, der in der Luft aufgetankt werden musste. Sie entdeckten schließlich das Segelschiff, Retter sprangen ab.

Auch die Vandegrift erreichte Sonntag die Gestrandeten. Wegen des Wellengangs wurde das Kriegsschiff als stabilere Plattform für das endgültige Ausfliegen der Familie per Helikopter benötigt. Das Kind war vorher bereits  medizinisch stabilisiert worden.

Die leidenschaftlichen Segler hatten beim Auftakt der nicht sonderlich durchdachten Reise in einem winzigen Segelboot quer über den Pazifik noch fröhliche Videos gepostetet, wo sie mit den Kindern vergnügt segelten und spielten. Doch nach dem Verlassen der Mexiko-Küste gerieten sie in stürmische See, die Kinder wurden seekrank. Dann versagte die Steuerung, das Boot wurde bei hohem Wellengang manövrierunfähig. Die Kaufmans funkten “Mayday”.

Nach ihrer Rückkehr werden sie sich wohl Fragen gefallen lassen müssen über die hohen Kosten der Rettungsmission.