Offizielle in Moskau warnten das FBI im Jahr 2011 – zwei Jahre vor der Attacke gegen den Boston-Marathon am 15. April 2013 (3 Tote, 170 Verletzte) -, dass der Tschetschenen-stämmige Boxer radikale Tendenzen zeige und ein glühender Anhänger des radikalen Islams sei.

Doch trotz mehrmaliger Anfragen des FBI wurden keine weiteren Details bereitgestellt, so eine jetzt fertiggestellte Überprüfung möglicher Versäumnisse der US-Behörden vor der schlimmsten Terrorattacke auf US-Boden seit 9/11. Eine bessere Kooperation mit den Russen hätte zu einer stärkeren Überwachung des Extremisten geführt, so der Report des Generalinspektors der US-Geheimdeinste: Die Attacke hätte so eventuell verhindert werden können. Russland informierte die USA erst nach dem Anschlag vollständig über die Akte Tamerlan.

Am Dienstag begeht Boston den Jahrestages des Massakers, als Tamerlan und sein Bruder Dschochar Tsarnajew zwei Druckkochtopf-Bomben mit Schrapnell an der Ziellinie des Marathons zur Explosion brachten.