Ana Trujillo (45) war bereits Anfang der Woche schuldig gesprochen worden, ihren Lebensgefährten mit dem Absatz eines Stöckelschuhes getötet zu haben. Jetzt blieb der Richter bei der Verhängung des Strafausmaßes hart: Lebenslang! „Ich wollte ihm nicht weh tun“, weinte die Immigrantin aus Mexiko: „Ich wollte ihn nicht töten“. Sie darf erst in 30 Jahren um eine Begnadigung ansuchen, da wäre sie bereits 75.

Trujillo hatte letzten Juni Alf Stefan Andersson (†59) in seinem Apartment in Houston (Texas) mit einem 1500 Dollar teueren Stöckelschuh 25 Stichverletzungen im Gesicht und am Kopf zugefügt. Sie hatte sich verteidigt, dass sie der Forscher an der „University of Houston“ attackiert hätte und sie sich zur Wehr setzte. Bei einem dramatischen Auftritt vor der Bestimmung des Strafausmaßes appellierte die Frau nochmals um Gnade: Sie stellte die Kampfszene mit Hilfe ihres Anwaltes dar, wollte demonstrieren, dass sie in Notwehr zum Schuh griff. Er wäre schwer angetrunken gewesen, sie hätte um ihr Leben gefürchtet.

Laut Anklage freilich hätte SIE die Kontrolle verloren: Das Paar war in der Mordnacht aus, hatte in einem Taco-Laden Drinks. Am Heimweg beschimpft sie ihn bereits heftig, bestätigte ein Taxi-Fahrer. Die Geschworenen ließen sich von der Staatsanwaltschaft überzeugen.