Es war fast eine Ansage mit der Dramaturgie des verstorbenen Apple-Genies Steve Jobs: Da saß Chelsea Clinton Donnerstagnachmittag bei einem Auftritt eines Forums der „Clinton Foundation“ in New York, ihre Mutter Hillary im Sofasessel gegenüber. Eigentlich war der Event abgeschlossen, als Chelsea – ganz Jobs! – lächelnd sagte: „Oh, one more thing…“

Die 34-Jähige Ex-First-Daughter verkündete dann lächelnd und sanft, dass sie schwanger sei und mit ihrem Gatten seit vier Jahren, Investmentbanker Marc Mezvinsky, ihr erstes Kind erwarte. Ein Raunen ging durch den Saal – und das Internet glühte Sekunden später, als sich die Nachricht vom Clinton-Baby rund um die Welt verbreitete. Die Clintons genießen in Amerika fast royalen Status, Chelseas Hochzeit 2010 wurde zum größten Szene-Ereignis des Jahres.

„Ich hoffe“, sagte Chelsea, die beim Sender NBC freelance als Reporterin arbeitet und zuletzt mögliche politische Ambitionen abwog, sichtlich bewegt, „dass ich eine eben so gute Mutter sein kann wie meine“. Gewaltig ist die Freude freilich auch bei Bill und Hillary: Sie werden endlich Großeltern!

Bill twitterte gleich: „Bin aufgeregt, meiner Twitter-Bio neuen Eintrag hinzuzufügen – werdender Großvater…“ Er sei „happy“ für Chelsea und Marc.

Ganz ungelegen kommen die Baby-News auch nicht für Hillary Clinton. Rührende Fotos mit dem Enkelkind könnten den Demokraten-Star bei einer möglichen Kandidatur für das White House in 2016 menschlicher und sympathischer machen. Aber Donnerstagabend war Politik mal Nebensache: Amerika freute sich mit den Clintons.

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