Die USA ist das Land der wichtigsten Hightech-Firmen der Erde, der berühmtesten Forschungsstätten und Universitäten. Doch gleichzeitig wächst offenbar auch die Zahl an US-Bürgern, die lieber die Bibel wörtlich nehmen als wissenschaftlichen Fakten vertrauen: Laut einer “AP-GfK”-Umfrage glauben

# 51 Prozent nicht an den Urknall als Beginn unseres Universums;

# 40 Prozent auch nicht an die Evolution;

# 40 Prozent hegen ernsthafte Zweifel daran, dass die Erde mehrere Millionen Jahre alt ist.

# Und ebenfalls 40 Prozent halten den Klimawandel für Unsinn.

“Das Ignorieren der Wissenschaft grassiert weiter in unsere Gesellschaft”, warnte Medizin-Nobelpreis-Gewinner Randy Schekman: “Diese Sichtweise wird verstärkt durch Aussagen von Politikern, die sich antagonistisch selbst gegenüber erwiesenen Fakten äußern”.

Die meisten Wissenschaftsverweigerer wählen Republikaner, ergab die Studie. Auch: Je Gott-Gläubiger die Befragten sind, desto weniger vertrauen sie der Wissenschaft. Größer jedoch ist das Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse bei Gesundheitsfragen: Nur sechs Prozent bezweifeln, dass Rauchen Krebs verursacht.

Zu großer Sorge bei den vielen Gottesfürchtigen muss daher eine Warnung des Christen-Fundis Pat Robertson führen, wonach ein Asteroiden-Treffer die Erde bereits in der nächsten Woche auslöschen könnte. Dass die NASA bisher keinen heranrasenden Killer-Kometen erspähte, dürfte in Amerikas „Bibel Belt“ die Furcht nicht vermindern. Wie gesagt: Wen interessieren schon Fakten…

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