Die Opferbilanz nach den tagelangen Unwettern in den USA stieg Mittwochabend auf 38 Tote. Im Nordwesten Floridas wurden nach sintflutartigen Regenfällen 200 Menschen gerettet, einige von Hausdächern. Die Szenen erinnerten eher an einen Hurrikan-Treffer. Der Sturm, der ein seltene S-Formation annahm, die auf Satellitenbildern gut zu sehen war, hatte „Regen biblischer Proportionen“, so die Washington Post, zwischen Mobile (Alabama) und Pensacola (Florida) abgeladen.

480 Millimeter Niederschlag fielen, ein Viertel der Jahresmenge – nur in wenigen Stunden. Die Front zog Mittwoch die Ost-Küste hinauf, Warnungen vor Überschwemmungen erstreckten sich bis nach New York.

Im Westen der USA sorgt dafür ein Feuerinferno für Evakuierungen: Ein Waldbrand bei LA wächst rasant auf eine Fläche von 330 Hektar, Anrainer sind auf der Flucht. Starke Santa-Ana-Winde mit Böen von 120 km/h trieben die Flammen nahe des Ortes Rancho Cucamonga östlich von Los Angeles voran. 1100 Häuser mussten binnen kurzer Zeit evakuiert werden. Der Brand, getauft „Etiwanda Fire“, wütete im Day Canyon nördlich des Freeway 210. Der starke Wind behinderte die Löscharbeiten, Helikopter konnten ebenfalls nicht aufsteigen. In den Siedlungen kam es zu dramatischen Szenen: Anrainer bespritzten mit Schläuchen noch schnell ihre Häuser und Gärten zum Schutz vor dem Funkenflug, andere flüchteten sofort.