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Laut neuen Studien und der Auswertung von Satellitendaten der letzten 40 Jahre ist das Wegschmelzen des Eispanzers in der Westantarktis „unumkehrbar“, so Gletscherexperte Ian Joughin von der University of Washington. NASA-Experte Eric Rignot sprach sogar von einer „Kettenreaktion“. Es sind die bisher dramatischsten Warnungen von Wissenschaftlern in Sachen Treibhaus-Effekt.

Durch die Schmelze könnte der Meeresspiegel weltweit um vier Meter ansteigen – wenn auch nicht jäh sondern konstant über die nächsten Jahrhunderte. Allein das Verschwinden von sechs in einer der Studien vermessenen Gletscher würde einen Anstieg von 1,2 Meter auslösen. Laut den Daten befinde sich der westliche Eispanzer des Südpol-Kontinents in der ersten Phase eines unaufhaltsamen Prozesses, der sich jedoch viel schneller entfaltet als bisher angenommen. Und nichts könne die Schmelze mehr aufhalten, so die Forscher.

Gleich zwei Studien bewiesen das gleiche Phänomen mit unterschiedlichen Methoden, so die New York Times: Rignot verwendete Satellitendaten, Joughin studierte den Thwaites-Gletscher mit komplexen Computermodellen, die aufgrund jüngster Daten des Eis-Flusses den Rückzug hochrechnen.

Der drohende Anstieg der Meeresspiegel soll sich in diesem Jahrhundert noch langsam vollziehen, doch danach eskalieren: Küstenmetropolen wie New York wären in ihrer Existenz bedroht.