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Reporter Glenn Greenwald, der vor knapp einem Jahr mit der NSA-Lauschaffäre den größten US-Skandal seit Watergate mit Hilfe des Informanten Edward Snowden aufdeckte, parierte bei der Vorstellung seines Buchs über den Thriller „No Place To Hideelegant kritische Fragen von „Today Moderator“ Matt Lauer.

Das Interview begann freundschaftlich, als der nun weltberühmte US-Reporter seine Erinnerungen an das Losbrechen des Skandals um die Überwachung des US-Geheimdienstes „National Security Agency“ (NSA) von Telefonaten und des Internets begann. „Wir wussten gleich, dass wir hier über die signifikanteste Sache unsers ganzen Lebens berichteten“, sagte Greenwald, der im Vormonat mit seiner Partnerin, Doku-Filmerin Laura Poitras zu einer Preisverleihung in New York erstmals wieder in die USA reiste nach Snowdens Enthüllungen.

Der Schlagabtausch begann, als Lauer fragte, wie Snowden die Tatsache verkrafte, dass er nun in Wladimir Putins rigorosem Russland lebe. Moskau wäre nicht Snowdens erste Wahl gewesen, verteidigt ihn Greenwald: Die USA hätten ihm den Pass entzogen. Und überhaupt: „Die eigentliche Frage ist, warum wir Whistleblower hier ins Gefängnis stecken?“ Als Lauer dann mutmaßte, Putin hätte von Snowden doch sicher als Gegenleistung Geheimdokumente einverlangt, schoss Greenwald zurück: „Jeder kann Behauptungen aufstellen, doch rationale Menschen wollen dafür Beweise sehen – das sind die Lektion von den früheren Behauptungen der US-Rgeierungs, dass Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen hatte…“

Der Pulitzer-Preisträger fand in einem weiteren Interview mit NPR die Enthüllung durch die Snowden-Papiere, wonach die NSA Lieferungen von Computer-Hardware wie Routers, Switches oder Servers abfange, sie überwachungstauglich mache und danach wieder originalverpackt zu den ahnungslosen Empfängern verschiffe, am „schockierendsten“.