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Die heißen „Santa Ana“-Winde wehen nun bereits seit drei Tagen und machen den Feuerwehren das Leben zur Hölle: Insgesamt neun gefährliche Buschbrände lodern nördlich der Kalifornien-Metropole San Diego, 4000 Hektar verbrannten und über 40 Gebäude. 21.000 Häuser wurden evakuiert.

Am schlimmsten war am Donnerstag die Lage im Ort San Marcos, als bis zu acht Meter hohe Flammenwände und Feuer-Torandos den Vorort bedrohten. Menschen liefen – mit den züngelnden Flammen nur mehr wenige hundert Meter entfernt – regelrecht um ihr Leben.

Es spielten sich Szenen ab „wie im Horrorfilm Armageddon“, so Zeugen. Jeb Durgin gelang bei der Flucht aus dem Ort das bisher spektakulärste Video des Infernos: Die Flammen fressen sich durch die Siedlung, schwarzer Rauch weht über dem Ort, der Himmel glüht grell-orange. Fast 100.000 Menschen sahen das Video bereits auf YouTube.

Kalifornien-Gouverneur Jerry Brown rief für die betroffenen Bezirke den Notstand aus. Alle Schulen im Großraum San Diego blieben geschlossen. Wegen der extremen Dürre erlebt Kalifornien einen der frühesten Feuerstürme seit langem. Nahe Los Angeles lege ein Feuer bei Anaheim den 91-Freeway lahm. In Los Angeles stieg die Temperatur auf über 38 Grad.