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Die mutige Tigerkatze, die den Nachbarshund nach einer Attacke auf den kleinen Jeremy (4) mit ihren Krallen vertrieb, wird all die Aufregung um ihre „15 Minutes of Fame“ kaum richtig verstehen: Warum sitzt sie nun so oft in grell beleuchteten TV-Studios? Weshalb starrt sie ständig in Fotografen-Blitze? Und wieso wird sie in Kürze zu einem Baseball-Feld gebracht, um den Eröffnungs-Pitch zu werfen?

Katze „Tara“ ist ein feliner Superstar: Und Amerika feiert seine Helden.

Zur Erinnerung: Ein Hund hatte sich an den Jungen Jeremy Triantafilo, der vor seinem Elternhaus in Bakersfield (Kalifornien) spielte, angeschlichen, biss ihn ins Bein und wollte ihn wegzerren.

Da raste Hauskatze Tara heran, rammte den Köter mit ausgefahrenen Krallen und trieb ihn in die Flucht. Die Eltern Erica und Roger schnitten die Szenen mit Aufnahmen von Überwachungskameras zu einem YouTube-Video zusammen: 10,1 Millionen Menschen hatten das Video bis Freitagmorgen bereits gesehen.

Seither sind Katze und Familie Dauergäste in TV-Shows. Sie erzählten, dass Tara ihnen einst nach Hause folgte und sie die Tigerkatze adoptierten, obwohl die Frau allergisch ist. Die Katze freundete sich vor allem mit dem damaligen Baby Jeremy an, der an Autismus leidet. So könnte auch ihre todesmutige Attacke gegen den Hund mit einem Schutzinstinkt erklärt werden. Das lokale Baseball-Team der „Bakersfield Blaze“ lud das Haustier jetzt ein, beim nächsten Spiel den ersten Ball zu „werfen“, sicher mit viel Hilfe durch Menschenhände. Die Familie stimmte zu.

Bekannt wurde auch, dass Jeremys Eltern – trotz der notorischen Klagswut in den USA – die Nachbarn und Besitzer des aggressiven Hundes nicht vor Gericht zerren wollen. Sie ersuchen nur um die Rückerstattung der Arztgebühren für das Vernähen der Bisswunde in der Höhe von 155 Dollar, so TMZ. Überhaupt dürfte die Familie nicht sonderlich geldgierig sein: Ihr YouTube-Video lief gänzlich ohne Werbung.

Und der Hund? Der soll eingeschläfert werden…