Das nun dritte, im US-Staat Illinois gemeldete US-Opfer des gefährlichen Coronavirus “Mers” (Todesrate: 30 Prozent) war in Kontakt mit dem ersten Fall in Amerika, einem Mann im US-Staat Indiana, der sich bei einer Dienstreise nach Saudi-Arabien angesteckt hatte.

Die Männer hatten am 25. April während eines Geschäftstreffens 40 Minuten lang Kontakt: Sie schüttelten Hände, so die US-Seuchenbehörde CDC. Der Mann wurde zwei Tage später krank mit milden Symptomen wie bei der Grippe, Bluttests bestätigten eine Infektion mit “Mers”. Der Kranke hatte sich, wie auch die beiden weiteren, bisherigen US-Opfer wieder erholt. Doch die CDC wollte den Fall bisher nur als „mutmaßliche Infektion“ führen: Der harmlose Verlauf der Krankheit ohne Spitalsaufenthalt entspreche nicht den Standards der Weltgesundheitsbehörde WHO für die Klassifizierung als offizielles „Mers“-Oper, so Dr. David Swerdloe von der CDC bei einem Briefing von Reportern.

Die Art der Ansteckung macht Gesundheitsexperten aber nervös: Das Virus lasse sich offenbar leichter übertragen als bisher angenommen. Bisher gibt es 571 Fälle in 18 Staaten, 171 Opfer starben. Das Virus soll von Kamelen auf Menschen übertragen worden sein. Saudi-Arabien ist bisher das „Ground Zero“ der mysteriösen Epidemie.