Aufregung um „Andenkenladen des Todes“ bei 9/11 Memorial Museum: Das Museum am Ground Zero, das ab Mittwoch für die breite Öffentlichkeit geöffnet wird, erinnert mit 10.000 Exponaten an Amerikas furchtbarsten Tag, als 3000 Menschen bei Al-Kaida-Jumboattacken ums Leben kamen.

Doch nun gibt es einen ordentlichen Wirbel um einen “absurden Gift-Shop”, so die “New York Post”, in dem beim Verlassen des Museums Andenken verscherbelt werden: Erhältlich sind T-Shirts und Kappen von Polizei und Feuerwehr, Decken mit dem Aufdruck “United We Stand”, verkauft werden US-Flaggen, Stofftiere, Schlüsselanhänger, Spielzeug-Feuerwehrwagen. Sogar eine FDNY-Weste für Hunde ist im Angebot um $19,95.

Und das alles wird verkauft über einer Gruft, in der 8000 nicht identifizierte, menschliche Überreste des Terror-Tages liegen. Dabei war die Museumsführung bereits zuvor heftig kritisiert worden wegen des Eintrittspreises von 24 Dollar und auch dem exzessiven Jahressalär von Direktor Joe Daniels von jährlich 375.000 Dollar.

Der Aufschrei der Hinterbliebene ist gewaltig: Der Tenor der Kommentare umfasst Vorwürfe von „Gier“ bis „Ignoranz“. Einige fühlen, dass mit ihren toten Angehörigen nun auch noch Kasse gemacht werde. „Das ist der einzige Friedhof der Welt, wo man Eintritt bezahlen muss“, ärgert sich Jim Riches, dessen Sohn am 11. September 2001 umkam, gegenüber ABC.