Das „9/11 Memorial Museum“ auf Ground Zero, das an den Terrorhorror des 11. Septemher 2001 (3000 Tote) erinnert, kommt nicht aus den Negativschlagzeilen: Zuerst gab es Proteste, nachdem nicht identifizierte menschliche Überreste von über 1115 Opfern in das Museum zur Aufbewahrung überführt wurden. Dann folgte Kopfschütteln über einen geschmacklosen „Souvenirladen des Todes„, in dem T-Shirts, Schlüsselanhänger, Schmuck, Spielzeug und FDNY-Wollwesten für Hunde verkauft werden.

Jetzt schlägt eine Luxus-Party von Ex-Bürgerneister Michael Bloomberg und seinen Millionärsfreunden in der tragischen Museumsanlage den Fass den Boden aus. „Eine Party auf ihren Gräbern“, titelte die Daily News über die Respektlosigkeit gegenüber den Opferfamilien, für die Ground Zero immer noch „Hollowed Ground“ (geheiligter Boden) ist.

Bloomy und die VIPs, darunter viele Manager der Publishing-Company Condé Nast, die alle Tickets für den Eröffnungstag am Mittwoch bezahlt, stärkten sich mit Leckerbissen (Crab Cakes, Shrimp Cocktails) und stießen mit Champagner hinter verschlossenen Türen an. Der Event, wo Festkleidung vorgeschrieben war, wurde als Einweihungsfeuer bezeichnet.

Ein Angestellter erzählte der Daily News: „Sie aßen, tranken und lachten herzlich – und das alles an einem Ort, der praktisch ein Friedhof ist“. 60 Gäste sollen an dem makaberen Soiree teilgenommen haben. Der Info-Desk des Museums wurde in eine Bar umfunktioniert.

Dienstag war der letzte Tag, an dem Opferfamilien und Helfer das Museum mit 10.000 9/11-Artefakten vor der Eröffnung für die breite Öffentlichkeit besuchen konnten. Doch viele wurden wegen den Vorbereitungen für die VIP-Party nach Hause geschickt. Eine Gruppe an Feuerwehrleuten verließ das Areal in Tränen aufgelöst, wurde berichtet.

Von Bloomberg & Co gibt es bisher keine Stellungnahme.