Amokläufer Elliot Rodger (†22), der bei einem Amoklauf in Santa Barbara am Freitag sechs Menschen bei seinem “Krieg gegen hochnäsige Frauen” erstach und erschoss, hatte in den Hassvideos vor allem die “Alpha Phi”-Studentinnenverbindung als Hassobjekt genannt: “Ich werde jene Mädchen attackieren, die meinen ganzen Hass am weiblichen Geschlecht am besten verkörpern”, schrieb der Sohn des “Hunger Games”-Assistenzregisseurs: Dort wollte er jede der “verwöhnten, hochnäsigen, blonden Schlampen“ töten. Vor dem Treffpunkt der Vereinigung schoss er drei Frauen am Freitag nieder (zwei starben). Die Vereinigung weist nun alle Medienanfragen ab, ihre Mitglieder seien abgetaucht, hieß es. Rodger hatte sich nach dem Massaker eine Kugel in den Kopf gejagt.

Als Hauptmotiv für das Gemetzel gab er in einem gespenstischen Manifest und Videos an, dass ihm Frauen den Sex verwehrt hätten und dafür bezahlen sollten.

Bekannt wurde nun auch ein dramatisches Minutenprotokoll, wie seine Eltern das Blutbad in letzter Sekunde noch verhindern hatten wollen: Seine Mutter Chil erhielt einen Anruf von Elliots Therapeuten Freitag um 21:07 Ortszeit. “Hast du Elliots Email bekommen”, fragte der: “Das musst du sehen”. Sie starrte auf die ersten Zeilen des irren 137-Seiten-Manifests. Sie checkte seinen YouTube-Kanal, sah das Abschiedsvideo. Chin rief ihren Ex-Gatten Peter an, beide rasten in Autos zu seiner Wohnung nach Isla Vista, Chin verständigte die Behörden. Es war zu spät: Während der Fahrt am Freeway 101 hörte sie im Radio erste Berichte über eine Schießerei, so die “LA Times”.

Drei weitere Opfer wurden Sonntag identifiziert: Rodger hatte in seinem Apartment Cheng Yuan Hong (†20), George Chen (†19) und Weihen Wang (†20) erstochen. Dann fuhr er zum Treffpunkt der „Alpha Phi Sorority“, erschoss zwei Studentinnen, zuletzt eröffnete er in einem „Deli“ das Feuer, tötete einen weiteren Stundenden.

Der Sheriff von Santa Barbara verteidigt unterdessen die Untätigkeit der Polizei vor dem Massaker: Beamte hatten Killer Rodger im April befragt, nachdem die Behörden von seinen Eltern über beängstigende Tendenzen des Studenten alarmiert wurden. Die Polizei unternahm jedoch nichts, checkte höchstwahrscheinlich nicht einmal, ob er Waffen besaß. Sheriff Bill Brown jetzt: Rodgers wurde nie zu einem Zwangsaufenthalt in eine Klink eingewiesen, sein Waffenbesitz war deshalb legal.