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Seit fast einem Jahr hagelt es nach dem Absprung des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden Enthüllungen über amerikanische und britische Geheimdienste, die dadurch bis ins Mark getroffen wurden. Doch die größte Bombe soll erst noch platzen: Reporter Glenn Greenwald, der letzten Juni von Snowden in Hongkong zwei Millionen NSA-Geheimdokumente erhielt, plant vor dem Jahrestag der Snowden-Flucht die bisher brisantesten Enthüllungen.

Greenwald nennt es die „Abschluss-Stoyr“ und lässt durchblicken, dass die Publikation einen neuen Mega-Skandal ins Rollen bringen dürfte: Bei einer Rede während der PR-Tour zu seinem jüngsten Bestseller „No Place To Hide“ in einem Harvard-Hotel ließ Greenwald die Katze fast schon aus dem Sack. Offenbar plant er die Enthüllung der Ziele des weltweiten Mega-Lauschangriffes der NSA.

Dass die Agenten das Handy der deutschen Kanzlerin Angela Merkel abhörten, wurde bekannt. Doch wer stand noch im Visier – besonders auch in Amerika? Greenwald: „Wer waren die Ziele der NSA hier in den USA? Waren auch Kritiker der Regierung, Dissidenten oder Aktivisten darunter? Welche Kalkulationen und metrische Daten lösen eine Überwachung aus? Und was geschieht mit dem Daten?“

Greenwald gab bekannt, dass die brisante Namensliste auf seiner Website „The Intercept“ veröffentlicht wird, die vom milliardenschweren, in investigativen Journalismus investierenden Ebay-Chairman Pierre Omidyar finanziert wird. Im GQ-Magazin schürte der ehemalige Anwalt, der durch die Snwoden-Affäre mehr als vier Jahrzehnte nach vom Woodwards und Bernsteins Watergate-Enthüllungen zu einer neuen Legende im Aufdecker-Journalismus wurde, den Hype über die kommenden Enthüllungen weiter: „Du hebst dir immer das beste für den Schluss auf…“