Der jetzt als Schütze identifizierte Jared Michal Padgett (†15) hatte am Dienstag in der Reynolds High School in Troutdale, einem Vorort von Portland (US-Staat Oregon) das Feuer eröffnet, tötete Schulkollegen Emilio Hoffman (†14) und verletzte einen Lehrer im „Locker Room“ des Schulgebäudes. Der Turnlehrer Todd Rispler wird als Held gefeiert: Er hatte – verwundet – Alarm geschlagen und ein größeres Blutvergießen verhindert.

Eingekesselt von der Polizei nahm sich Schütze Padgett auf der Toilette das Leben. Das Motiv für das neuerliche Blutbad in einer US-Bildungseinrichtung ist völlig unklar. Die Polizei gab unterdessen bekannt, dass Padgett die Tatwaffe, ein Sturmgewehr der Type AR-15, aus dem Haus seiner Eltern hatte. Er hatte das Gewehr in einem Geigenkasten im Schulbus zum Tatort gebracht, überwand Sicherheitsbarrieren. Wie genau, verrieten die Ermittler bisher nicht.

Der Schüler plante offenbar ein Massaker, hatte Magazine mit hunderten Patronen, eine halbautomatische Pistole und ein Messer bei sich.

Das Entsetzen – aber auch die Ohnmacht – angesichts der andauernden Waffengewalt erreichte das White House: Kein anderes westliches Land würde so viel Blutvergießen wegen laxer Waffengesetze tolerieren, klagte US-Präsident Barack Obama. Amerika solle sich dafür schämen. Doch Obamas ambitionierte Pläne für strengere Waffengesetze scheiterten kläglich im Kongress. Oregon war die 74. Schießerei in einer US-Schule oder Uni seit dem Massaker von Sandy Hook (28 Tote) im Dezember 2012.