Seit 49 Tagen wurde in den USA niemand mehr hingerichtet, nachdem am 29. April Mörder Clayton Lockett in Oklahoma bei einer 43 Minuten langen, völlig verpfuschten Giftspritzen-Exekution einen grauenhaften Tod starb. Oklahoma verhängte ein Moratorium für die Todesstrafe, in anderen US-Staaten wurden neun weitere Hinrichtungen nach Einsprüchen verschoben.

Doch jetzt geht das Sterben in US-Todeskammern weiter – gleich mit einer Hinrichtungsserie: In Georgia starb Marcus Wellons (†59), der 1989 seine Nachbarin (†15) vergewaltigte und tötete, eine Stunde später Doppelmörder John Winfield (†46) in Missouri. Beide Giftspritzen verliefen ohne Zwischenfälle: Wellons machte vor seinem Tod ein Schnarchgeräusch, Winfield nahm fünf tiefe Atemzüge.

Für Mittwochabend war die Exekution des minderbemittelten Mörders John Ruthell Henry (63) in Florida angesetzt. Kritiker prangern an, dass die Henker wegen Lieferengpässen bei früher eingesetzten Präparaten mit neuen, meist geheimen Giftmixturen herumexperimentieren.

Mit der Exekutionsserie kam Amerikas Hinrichtungsmaschinerie wieder ins Rollen…