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Die Exekution des Mörders Joseph Wood (†55) mit einer neuen, experimentellen Giftmixtur dauerte im „Arizona State Prison Complex“ in Florence (US-Staat Arizona) fast zwei Stunden lang. Laut dem Anwalt des Verurteilten röchelte Wood eine Stunde und 40 Minuten lang. Immer wieder rang er nach Luft. Die Exekution mit der Todesspritze dauerte so lange, dass die Anwälte während der Hinrichtung einen Richter ersuchten, den grausamen Murks zu stoppen.

Die Exekution begann Mittwoch um 13:52 Uhr (Ortszeit), Wood wurde erst um 15:49 Uhr für tot erklärt.

Er brauchte 117 Minuten zum Sterben. Die Gefängnisleitung ging in einer Stellungnahme nicht auf mögliche Probleme mit der Giftinjektion für Wood ein. Wood, der 1989 seine Freundin und dessen Vater tötete, wurden die Präparate Midazolam und Hydromorphone verabreicht – die gleiche Kombination wie bei einer Horror-Hinrichtung im US-Staat Ohio, wo Delinquent Dennis McGuire 25 Minuten lang Qualen erlitt.

Der Horror in Arizona wird die zuletzt aufgeflammte Debatte um die US-Todesstrafe weiter intensivieren. „Ich habe noch nie eine Exekution erlebt, die so lange dauerte“, sagte Verteidiger Dale Baich geschockt zu NBC.