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Dramatische Wende im Fall zweier US-Helfer, die sich beim Kampf gegen die tödlichste Ebola-Epedimie aller Zeiten in Westafrika mit der Horrorkrankeit ansteckten. Dr. Kent Brantly und Nancy Writebol wurden beide in einem Krankenhaus in Monrovia (Liberia) infiziert, seither bangt die Welt um sie.

Jetzt wurde bekannt: Missionarin Nancy Writebol, die Personen beim Betreten der Klinik dekontaminierte, erhielt ein experimentelles Serum verabreicht, teilte die Christen-Hilfsgruppe „Samaritan´s Purse“ mit. Tragisch: Es war nur eine Dosis verfügbar. Dr. Brantly überließ das Serum selbstlos ohne langem Nachdenken der Frau.

Auch Brantly kämpft mit einer alternativen Methode gegen eines der gefährlichsten Viren des Planeten, das bis zu 90 Prozent der Infizierten tötet, so der Sender NBC: Er erhält Bluttransfusionen von einem 14-Jährigen, der Ebola überlebte. Der Junge wurde von Dr. Brantly behandelt. Die Antikörper im Blut sollen den Krankheitsverlauf abschwächen, hoffen seine behandelnden Ärzte in einer Isolierstation in Monrovia. „Der Junge wollte jenem Doktor helfen, der sein Leben rettete“, so eine Stellungnahme der Christengruppe.

Welches Serum Nancy Writebol erhält, wurde bisher nicht verlautet. Mehrere Präparate gegen das Ebolavirus sind in der Testphase, doch keines erhielt bisher die Zulassung durch Gesundheitsbehörden.

Laut einem Bericht von CNN sollen die beiden Amerikaner in die USA zur weiteren Behandlung geflogen werden: Eine Klinik der „Emory University“ in Atlanta richtete eine Isolierstation für die ersten Ebola-Patienten auf US-Boden ein. Ein Spezialflugzeug für medizinische Transporte hob laut dem Bericht am Donnerstag von Cartersville (Georgia) in Richtung Monrovia ab.

Samaritan´s Purse und andere Hilfsgruppen ordneten den Abzug ihres Personals aus Westafrika an. Die Epidemie tötete bisher 729 Opfer, darunter zwei führende Ärzte im Kampf gegen die Seuche. 1323 Infektion wurden laut WHO aus Liberia, Sierra Leone und Guinea gemeldet.