Das US-State-Department hat bei Botschaften und Konsulaten vor allem im Nahen Osten verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angeordnet vor der Freigabe des brisanten Untersuchungsberichtes des US-Kongresses über Folterpraktiken der US-Geheimdienste nach 9/11. Proteste und Spannungen gegen die CIA-Folter werden auch in Staaten erwartet, wo die CIA geheime Foltergefängnisse (“Black Sites”) unterhielt.

Berater von US-Präsident Barack Obama befürchten, dass grauenhafte Details des Folter-Reports ein „Pulverfass entzünden könnten“ – ähnlich den weltweiten Ausschreitungen nach dem Schmähfilm über den Propheten Mohammed in 2012. Der Zorn in muslimischen Staaten gegen Amerikas “Krieg gegen den Terror” könnte neu entfacht werden, wird befürchtet. Als Länder, die der CIA Folter-Praktiken auf ihrem Boden erlaubten, wurden in früheren Medienberichten bereits Polen, Rumänien, Thailand und Afghanistan genannt.

Im Report sollen die Namen der Staaten und Referenzen jedoch ausgeschwärzt sein, so die “New York Post”. Über die Freigabe des 600 Seiten dicken Berichts gibt es derzeit ein Tauziehen zwischen dem White House und dem Senat: Senatorin Dianne Feinstein hatte zuletzt gegen die „exzessive Zensur” des Reports protestiert.