US-Präsident Barack Obama teilte in einer Rede im White House Donnerstagabend mit, dass er Luftschläge gegen Stellungen und Konvois der ISIS-Terrormilizen autorisierte. Militärschläge soll es aber nur geben, „wenn nötig“, schränkte Obama ein.

Unklar ist, ob bereits Bomben fielen.

Gleichzeitig erklärte Obama, dass die USA zur Rettung der gestrandeten Flüchtlinge – die meisten von religiösen Minderheiten – aktiv wurde. „Hilfe ist am Weg“, sagte Obama. Die Zivilisten seien in Lebensgefahr, so der US-Präsident, er könne nicht untätig bleiben angesichts eines drohenden „Völkermordes“.

Obama sprach von zwei Missionen: Eine humanitäre zu Rettung der Flüchtlinge und eine militärische, wo gezielte Luftschläge den Vormarsch der ISIS-Jihadisten stoppen sollen. Obama verkündete damit – mit ernster Mine – erstmals in seiner Amtszeit den Einsatz militärischer Gewalt durch die USA. Amerika wurde zur Vermeidung einer humanitären Katastrophe gezwungen, „zu handeln“, unterstrich Obaama.

Das US-Militär hatte davor den ersten Einsatz zum Abwurf von Lebensmitteln und Medikamenten über den Sinjar-Bergen bei Mosul, wo 40.000 Flüchtlinge ums Überleben kämpfen, erfolgreich abgeschlossen, berief sich der Sender NBC auf Pentagon-Informationenen. Die Militärmaschine mit dem Nachschub wurde begleitet von F-16-Kampfjets.