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Die US-Inselkette im Pazifik befürchtet gleich zwei Treffer durch Wirbelstürme. Das Auge von Hurrikan Iselle näherte sich Donnerstag dem Big Island. Meteorologen erwarten den ersten Hurrikan-Treffer in dem Urlauberparadies seit 22 Jahren.

Entgegen früheren Erwartungen, dass sich der Sturm leicht abschwächen könnte, wurde Iselle zuletzt sogar stärker: Der Kategorie-Eins-Sturm rotierte mit Winden von 136 km/h. Die Stadt Hilo könnte direkt getroffen werden. Es wurden Niederschläge von 200 Millimetern erwartet, die Überschwemmungen und Erdrutsche an den Hängen des gewaltigen Vulkans Mauna Kea (4.207 m) auslösen könnten.

Tausend Kilometer östlich folgt Hurrikan Julio, der derzeit sogar Winde von 168 km/h erreicht. Die Bahn des Sturmes wurde nördlich der Inselkette berechnet, doch auch Julio dürfte den Hawaii-Inseln eine neue Runde an sintflutartigen Niederschlägen bescheren.

Die Vorbereitungen für den möglichen seltenen Doppeltreffer laufen auf Hochtouren: Bei vielen Supermärkten am Big Island gingen die Vorräte an Wasser und einigen Nahrungsmitteln aus. Seit 1949 gab es erst zwei Treffer von Wirbelstürmen mit Hurrikanstärke, darunter Killersturm Iniki, der 1992 vier Menschen tötete und die Insel Kauai verwüstete.