Das Big Island der Hawaii-Inselkette kam beim Aufprall von Wirbelsturm Iselle mit einem blauen Auge davon. Iselle hatte sich knapp vor dem Erreichen der Küste von einem Hurrikan auf einen Tropensturm abgeschwächt.

Dennoch richtete der Sturm signifikante Schäden an: Winde um 100 km/h deckten Häuser ab, bliesen Bäume und Strommasten um. Bei tausenden Haushalten am Big Island und der Nachbarinsel Maui fiel der Strom aus. 1000 Menschen, die knapp an der Küste leben, suchten in einer Notunterkunft Zuflucht vor der Sturmflut und extremen Wellenbrechern.

Doch Hawaii kommt kaum zum Durchatmen: Bereits am Sonntag wird Hurrikan Julio erwartet, der zuletzt als signifikanter Kategorie-3-Sturm Winde von 185 km/h erreichte. Meteorologen erwarten jedoch keinen Volltreffer der Pazifik-Inseln. Das Auge des Sturmes dürfte nördlich vorbeiziehen, dennoch werden wieder sintflutartige Regenfälle erwartet.

Das Phänomen El Nino sorgt im Pazifik derzeit für wärmere Wassertemperaturen, die das Entstehen von Wirbelstürmen begünstigen.