US-Kampfjets attackierten am Wochenende bei neuen Bombenangriffen die Jihadisten der Terrorgruppe ISIS, die weiter im Vormarsch auf die Kurden-Gebiete sind und Massaker an der jesidischen Minderheit verüben. Angegriffen wurde ein ISIS-Konvoi nahe der Stadt Sinjar, von dem aus Zivilisten beschossen wurden. Der Wagen, der die Extremisten beförderte, wurde mit lasergesteuerten 250-Kilo-Bomben zerstört, so das Pentagon. Stunden später wurden weitere ISIS-Konvois in der Region bombardiert. Das Pentagon veröffentlichte dramatische Videos der Bombenangriffe auf die Vehikel.

Barack Obama traf die Entscheidung über seinen ersten Krieg bei einer Fahrt in der Limo, berichtet jetzt Bloomberg News: Der US-Präsident hatte gerade den Afrika-Gipfel abgeschlossen, als die Reports über die Lage im Irak durch den Vormarsch der ISIS-Terrormilizen immer dramatischer wurden. Obama nahm den Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, General Martin Dempsey, in seiner Präsidentenlimo bei der fünfminütigen Fahrt vom State Department zurück zum White House mit. Dabei fiel die Entscheidung, dass die USA militärisch eingreifen müsse.

Aus dem Gespräch wurde ein spontanes, ein Stunden langes Krisentreffen im Oval Office mit Dempsey, Stabschef Denis McDonough und weiteren Sicherheitsberatern. Am nächsten Tag, dem Donnerstag, folgte der “Feinschliff“ des Militärplans – und Obamas Rede an die Nation aus dem „State Dining Room“ des White House.

Doch Kritik an Obama gibt es weiter wegen seiner „lässigen Amtsführung“. Da teilte Obama Samstagvormittag der Nation noch mit, dass Amerikas Luftkrieg im Irak gegen ISIS-Milizen länger dauern werde – und verabschiedete sich in den Urlaub nach Martha´s Vineyard, wo er sichtlich vergnügt gleich eine Runde Golf spielte.