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“Tötet die Polizei” schrieen wütende Demonstranten in Ferguson (US-Staat Missouri) nach dem Tod des 18-Jährigen Michael Brown, der bei einem Handgemenge mit Polizisten getötet wurde. Der Teenager war unbewaffnet.

Nach einem Trauermarsch kam es Sonntagabend zu schweren Rassenunruhen: Zornige Demonstranten wurden mit Tränengas zurückgedrängt, es kam zu Plünderungen und Vandalismus in dem Vorort von St. Louis. 32 Menschen wurden verhaftet, berichtet die Huffington Post. Für Montag waren weitere Demonstrationen angesagt.

Details im Fall Michael Brown sind noch bruchstückhaft: Die Polizei teilte bisher lediglich mit, dass der Teenager den Beamten in den Wagen gestoßen und angegriffen haben soll. Brown wurde von mehreren Kugel getroffen, als er wegrannte, so die Ermittler. Doch laut Zeugen wäre er angeblich vor den Todesschüssen stehengeblieben, in die Knie gegangen und hätte die Hände gehoben.

Der Fall wird von Bürgerrechtsgruppen bereits mit dem Tod von Trayvon Martin in Florida verglichen, der von Nachbarschaftswächter George Zimmerman 2012 erschossen wurde. Demonstranten in Missouri solidarisierten sich bei Wut-Demos: “Wir sind Michael Brown”, riefen sie. Bürgerrechts-Aktivist Al Sharpton ist bereits am Weg nach Missouri, so Reports.

Der Zorn wächst unter Afroamerikanern über die Polizeibrutalität, die sich oft gegen Schwarze richtet: In New York ist zum Monatsende eine Massendemo geplant wegen des Todes des Afroamerikaners Eric Garner im Würgegriff von Cops im Juli.