Ferguson-Polizei schlägt Demos nach Tod von Michael Brown brutal nieder: Reporter verhaftet


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Der Polizeiskandal eskaliert in dem Vorort von St. Louis immer mehr – nachdem der unbewaffnete Teenager Michael Brown (†18) am Wochenende von einem weißen Cop laut Augenzeugen kaltblütig und grundlos erschossen wurde. Am Mittwoch wurde ein weiterer Jugendlicher von Polizisten niedergeschossen.

Schon vor neuen Demos Mittwochabend wurden zwei Reporter, die in einem McDonald´s ihre Storys tippten, von Cops angegriffen und vorübergehend verhaftet. Ryan J. Reilly von der „Huffington Post“ und Wesley Lowery von der „Washington Post“ gehören zu den kritischsten Stimmen in der Berichterstattung über die Todesschüsse auf Brown und den Polizei-Taktiken bei den Protesten.

Einer wurde von den Cops gegen die Soda-Maschine gestossen. Reilly berichtete, dass ein Polizist einen Finger an einen „Druckpunkt“ an seinem Hals legte. Beim Verlassen des Restaurants schlugen sie seinen Kopf gegen die Glaswand. Der Grund für die ausgesprochene Festnahme: Sie hätten ihre Laptops nicht schnell genug eingepackt.

Offensichtlich ist, dass kritische Reporter eingeschüchtert werden sollten. Der Chefredakteur der Washington Post, Marty Baron, protestierte gegen den „Angriff auf die Pressefreiheit“.

Die Straßen von Ferguson glichen dann einem Bürgerkriegsgebiet: Extrem militarisiere Polizei-Einheiten marschierten auf wie eine Besatzungsarmee: Behelmte SWAT-Teams zielten mit Maschinenpistolen auf Demonstranten, gepanzerte Fahrzeuge riegelten Straßen ab. Demonstranten warfen Molotowcocktails, die Polizei antwortete mit einer Barrage an Tränengas-Granaten. Die Cops schossen mit Gummi-Geschossen wahllos in die Menge.

Die Polizei in Ferguson verweigert seit fünf Tagen die Freigabe des Namens des Polizisten, der Brown töte. US-Präsident Barack Obama wurde bereits detailliert über den ausufernden Polizei-Skandal und die wachsenden Proteste in Ferguson gebrieft.

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