US-Präsident Barack Obama reagierte entsetzt auf die Enthauptung des amerikanischen Fotoreporters James Foley durch Terrormilizen der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS). Ein Horror-Video, das die grauenhafte Exekution in allen schaurigen Details zeigt, entsetzte die Welt.

Foley, der am 22. November 2012 in Syrien entführt worden war, kniet darin in einem grell orangen Haftoverall im Staub. Der IS-Killer, vermutlich ein britischer Jihadist, schneidet ihm den Kopf ab. In dem Internet-Video behauptet die Terrorgruppe weiters, dass sie einen weiteren US-Journalisten, Steven Joel Sotloff, in ihrer Gewalt habe.

„Kein gerechter Gott würde für so etwa stehen“, zeigte sich Obama bei einer Stellungnahme in seinem Urlaubsort Martha´s Vineyard entrüstet: IS habe „keinen Platz im 21. Jahrhundert“, zürnte Obama weiter. Der US-Präsident rief Nationen besonders im Nahen Osten dazu auf, gegen das „Krebsgeschwür“ vorzugehen.

Die USA, die Luftangriffe gegen IS-Stellungen im Irak fliegt, werde bei dem weltweiten Kampf gegen die gefährlichste Terrorbewegung seit Al-Kaida eine führende Rolle spielen, versprach Obama. Beim Schutz der USA wolle er „wachsam“ und „gnadenlos“ sein.

Laut übereinstimmender Einsicht der US-Geheimdienste ist das Schreckens-Tape der Foley-Enthauptung authentisch. Kongress-Abgeordnete, die Obamas wegen seiner bisher zögerlichen Haltung angesichts der IS-Bedrohung kritisierten, bezeichneten den Mord an dem US-Fotografen als „Weckruf“.