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Kein Ende des Horrors durch Killer-Milizen des “Islamischen Staates”: Zwei Wochen nach der Enthauptung des US-Reporters James Foley tauchte nun ein grauenhaftes Video einer weiteren Exekution eines Amerikaners auf: Geköpft wurde Journalist Steven Sotloff (†31).

Die Horrorvideos der beiden Hinrichtungen sind gespenstisch identisch: Wie Foley trägt auch Sotloff einen orangefarbenen Kittel, eine Anspielung auf die grell-orangen Haftoveralls der US-Häftlinge in Guantanamo Bay (Kuba) nach 9/11. Es dürfte sich auch um den gleichen Henker handeln. Ein Brite mit dem Pseudonym “Jihadi John” verhöhnt in dem Video US-Präsidenten Barack Obama: “Ich bin zurück, Obama”, beginnt das Tape. Der Mord sei eine Vergeltung für andauernde US-Luftschläge gegen die Terrormilizen im Irak, so der Mörder.

Das Grauen wühlt die Welt weiter auf. In einem herzzerreißenden Video hatte jüngst Sotloffs Mutter IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi direkt um Gnade für ihren Sohn angefleht. “Bitte, lassen Sie mein Kind frei”, appellierte Shirley Sotloff.

Delinquent Sotloff musste als letzte Folter kurz vor seinem Tod auch noch Amerikas Außenpolitik verdammen, für die er jetzt “den Preis” bezahle, wie er sagen musste. IS nannte das entsetzliche Video eine “zweite Nachricht an Amerika”.

Sotloff, der auch für das US-Magazin Time arbeitete, war im August 2013 in Syrien verhaftet worden.

Nach dem neuen Horror steigt der Druck auf Obama, gegen die Radikal-Islamisten auch in Syrien loszuschlagen. Obama hatte sich zuletzt blamiert, als er zugab: “Wir haben noch keine Strategie”.

Die IS-Killer drohen nun mit der Enthauptung eines britischen Gefangenen.