Ab Sonntag wird im „9/11 Memorial Museum“ auf Ground Zero (New York) eine der ultimativsten Trophäen in Amerikas Krieg gegen den Terror ausgestellt: Der weiterhin anonyme Elitesoldat trug das braune Shirt mit einer schwarzen US-Flagge am Ärmel, als er beim Sturm auf das Versteck in Abbottabad (Pakistan) am 2. Mai 2011 drei tödliche Schüsse auf den Al-Kaida-Führer abfeuerte.

Das Kleidungsstück sei ein „Symbol für die Tapferkeit von Seal Team Six”, sagte die New Yorker Abgeordnete Carolyn Maloney, die das Artefakt dem 9/11-Museum zukommen ließ. Die Identität des Schützen ist – aus Angst vor Racheakten durch Al-Kaida-Terroristen – bis heute ein Geheimnis, berichtet die New York Post.

Der Soldat ist inzwischen in Pension. In einem Interview mit dem Magazin Esquire, wo seine Identität verdeckt blieb, hatte der Navy-Soldat erzählt, wie er vor dem Einsatz, den er und seine Kameraden für eine Selbstmordmission hielten, einen Brief an seine Eltern schrieb. Tränen tropften aufs Papier, erinnerte er sich: “Wir alle wussten, dass niemand lebend zurückkehren würde”.