US-Präsident Barack Obama kündigte bei seiner Kriegsrede Mittwochabend US-Luftschläge auch im Syrien gegen Stellungen des „Islamischen Staates“ (IS, ISIS) an. Doch Obama verschwieg, wann der Luftkrieg starten könnte.

Jetzt berichtet CNN, dass die US-Streitkräfte erste Aufklärungsflüge über Syrien durchführen. Die Aufklärer waren früher nur an der Grenze aufgestiegen. Das Pentagon will mit den Überflügen des Terroristen-Territoriums in Syrien Ziele für Bombardements erfassen, berichtet der Sender weiter. US-Kampfjets werden künftig auch in Erbil stationiert, der Hauptstadt des Kurden-Gebietes im Nordirak.

Doch ob Luftschläge gegen die Todesmilizen reichen, wird allgemein bezweifelt. Die CIA verdreifachte die Schätzungen über ISIS-Kämpfer in Syrien: Laut dem US-Geheimdienst stehen allein in Syrien 31.500 Kämpfer für die Dschihadisten-Gruppe unter Waffen. Jüngst hatte die CIA die Stärke der ISIS-Milizen auf 10.000 Kämpfer geschätzt.

US-Außenminister John Kerry sorgte unterdessen für Verwirrung, als er den Kampf gegen ISIS keinen „Krieg“ nennen wollte sondern eine „massive Anti-Terror-Operation“.