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Eine brutale Hitzewelle gepaart mit der Jahrhundert-Dürre führt zum Notstand in Kalifornien. Elf Waldbrände lodern in dem US-Staat. In der Nacht auf Dienstag radierte ein sich explosiv ausbreitendes Feuerinferno in Nordkalifornien einen ganzen Bezirk des Ortes Weed (3000 Einwohner) aus: Windböen von 60 km/h bliesen die Flammenwalzen binnen Minuten in die Kleinstadt, 100 Häuser, darunter eine Kirche und eine Sägemühle, der wichtigste Arbeitgeber des Ortes, wurden ein Raub der Flammen.

1500 Menschen waren auf der Flucht. „Es waren Szenen wie aus einem Albtraum“, sagte Einwohner Shelagh Price zu NBC: „Menschen wussten zunächst gar nicht, in welche Richtung sie laufen sollten“. Es kam zu dramatischen Momenten, als eine Schule inmitten des beißenden Rauches der näherrückenden Flammen evakuiert werden musste.

Wirbelsturm Odile. der Baja California verwüstete, bringt jedoch keinen Regen nach Kalifornien, sondern nur starke Winde, die neue Brände entfachen könnten.

Wegen der Hitzewelle verloren 4000 Kunden in der Metropole Los Angeles den Strom, die Temperaturen näherten sich Dienstag wieder der 40-Grad-Marke im Landesinneren. Die Stromfirmen meldeten Montag einen Rekordverbrauch wegen der Hitze, so die Los Angeles Times.