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Die Terrormiliz des Islamischen Staates (IS, ISIS) ruft zu einer Welle an Terror-Anschlägen in den USA auf, die von fanatischen Einzeltätern exekutiert werden sollen. Terror-Experten fürchten die Taktik: Sogenannte „Lone Wolves“ agieren ohne Verbindungen zum Terrornetz, handeln unabhängig und sind kaum aufzuspüren.

In einem 17-Seiten langen Aufruf an Anhänger in den USA, Deutschland und Frankreich richtet sich die ISIS-Propagandaführung an mögliche Attentäter, so der Privatgeheimdienst „SITE Intelligence Group„, der Dschihadisten-Internetforen überwacht: Der gewalttätige Dschihad gehöre zu den „Pflichten“ der Muslime in Amerika, so der Aufruf.

Angespornt werden potenzielle Terroristen zu Attentaten auf „hochkarätige Ziele“ wie Politiker, besonders Frauen. Konkret: Die Senatorinnen Barbara Boxer oder Lisa Murkowski sowie die Abgeordnete Kathy Castor hätten wegen ihrer „Islam-feindlichen“ und „Israel-freundlichen“ Politik den Tod verdient, so die konkrete ISIS-Todesdrohung.

Die „Lone Wolf“-Attentäter könnten weiters Militär-Offiziere, Polizisten, Richter, Beamte, Botschafter oder Religionsführer ins Visier nehmen. Angst und Schrecken würden aber auch Morde und Enthauptungen „zufälliger Opfer“ verbreiten, „egal ob Männer, Frauen oder Kinder“, so das grausige Manifest: „Wie du deine Opfer tötest, bleibt dir überlassen, ein gezielter Schuss in den Kopf oder das Niedermähen von Einkäufern mit einer Maschinenpistole – du entscheidest…“

Als Beispiel für die Effekte des schieren Terrors wurde der blutige Messermord an der Britin Lee Rigby in London im Mai 2013 durch zwei Fanatiker genannt. Extra hingewiesen wurde auch auf die laxen Waffengesetzte in die USA: Das Beschaffen der nötigen Mordinstrumente sollte deshalb kein großes Problem darstellen…

ISIS hatte zuletzt auch Terroranschläge auf Top-Touristenattraktionen wie den New Yorker Times Square oder den „Strip“ in Las Vegas empfohlen.