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Der Kriegsveteran, der Freitag den Zaun des White House überquerte und durch eine Türe ins Innere des Obama-Amtssitzes gelangte, wurde bei einem ersten Hearing von Richter John M. Facciola als Bedrohung für US-Präsidenten Barack Obama eingestuft.

Omar Gonzalez hatte Freitagabend für die schlimmste Sicherheitspanne des Secret Service aller Zeiten gesorgt: Der 42-Jährige Irakkriegsveteran, der an post-traumatischen Stress leiden soll, kletterte um 19:20 Uhr über den Zaun an der Pennsylvania Avenue, sprintete in 20 Sekunden gut 70 Meter über den „North Lawn“ und drang durch eine offene Türe in das White House ein. Erst im Inneren wurde er von Agenten zu Boden gerissen. Die Präsidentenfamilie war kurz davor ins Wochenende geflogen.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Mann ein Strafregister, das auf ein Mordkomplott gegen Obama hindeutet:

# Gonzalez wurde am 19. Juli im Wythe County (Virginia) verhaftet, als er eine abgesägte Schrotflinte trug. Gefunden wurde damals eine Washington-Karte, auf der das White House mit einem Kreis markiert war;

# Am 25. August tauchte er vor dem White House auf, trug ein Beil am Rücken in seinem Gürtel. Polizisten stellten ihm Fragen, doch ließen ihn dann gehen;

# Nach der Festnahme am Freitag – bereits innerhalb des White House – wurden neben einem Taschenmesser in seiner Hosentasche in seinem Wagen 800 Schuss Munition, zwei Hacken und eine Machete gefunden.

Der Richter verhängte U-Haft bis zum nächsten Hearing am 1. Oktober, so die Washington Post. Der peinliche Sicherheitslapsus hatte heftige Kritik am Secret Service ausgelöst. Obama selbst bezeichnete den Vorfall als „besorgniserregend“.