Print Friendly, PDF & Email

Der erste Ebola-Fall in den USA wird zum Skandal, die Behörden in Dallas (Texas) wirken heillos überfordert: Zuerst wurde bekannt, dass der Erkrankte Thomas Duncan (42) von einem Spital entlassen wurde – obwohl er Ebola-Sympthome hatte und dem Personal mitteilte, dass er aus Liberia eingereist war.

Jetzt berichtet seine Freundin, bei der Duncan wohnte, dem Sender CNN: Die Leintücher des Betts, in dem sich der Kranke tagelang bei Fieberschüben schweißtriefend wälzte, wurden noch nicht entsorgt. Sie sind mit Sicherheit mit dem Ebola-Virus kontaminiert, so Experten. Die Frau, die dort mit einem ihrer Kinder und zwei Neffen lebt, wurde in dem weiterhin verseuchten Haus unter Quarantäne gestellt.

Erst nach Medienberichten versprachen die Behörden, die kontaminierten Betttücher und Polster entsorgen zu wollen. Die Frau, die sich Louise nennt, klagte auch, dass sie kaum Essen im Haus hatte und hungrig war. Donnerstag wurden endlich Lebensmittel angeliefert: Mehrere Schachteln stapelten auf der Veranda des Hauses.

Die Stümperei scheint allgegenwärtig: TV-Crews filmten davor einen Arbeiter, der ohne jegliche Schutzkleidung den Gehsteig mit Wasser abspritzte. Dort hatte Duncan vor seiner Einlieferung ins Spital hingekotzt. „Das ist sicher keine sachgemäße Dekontaminierung“, so CNN-Reporter Sanjay Gupta.

Insgesamt sollen 100 Personen direkten oder indirekten Kontakt mit Amerikas „Patienten Null“ gehabt haben, so die Behörden.