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Hochspannung in Frisco, einem Vorort von Dallas (Texas): Ein Polizist meldete sich Mittwochnachmittag in der Notaufnahme eines Spitals und wurde wegen Symptomen einer möglichen Ebola-Infektion sofort isoliert. Der Beamte hatte sich im Apartment des ersten Ebola-Opfers in den USA, dem Mittwoch verstorbenen Liberianer Thomas Duncan, aufgehalten. Experten bezweifeln aber, dass sich der „Deputy“ dort angesteckt haben könnte: Das Virus bleibt auf Oberflächen nicht lange infektiös, meist erfolgt die Ansteckung durch den direkten Kontakt mit einem Erkrankten.

US-Bundesbehörden überprüfen ab dem Wochenende die Körpertemperaturen von Passagieren von Flügen aus West-Afrika, dem „Ground Zero“ der tödlichsten Ebola-Epedemie aller Zeiten. Mögliches Fieber von Einreisenden soll mit einem pistolenähnlichen, kontaktfreien Messgerät erfolgen, das mit Infrarot die Körpertemperatur misst. Die Screenings sollen am Samstag an den Flughäfen JFK (New York), O´Hare (Chicago), Dulles (Washington D.C.), Hartsfield (Atlanta) und Newark (bei New York) beginnen.

90 Prozent der im Schnitt 150 täglichen Passagiere aus Guinea, Sierra Leone und Liberia reisen über diese Airports in die USA ein. Verdachtsfälle sollen in eingerichteten Quarantäne-Zentren festgehalten werden.

Eine tragische Wende gab es beim ersten US-Ebola-Fall: Thomas E. Duncan (†42) verstarb Mittwochmorgen in der Isolierstation des „Texas Health Presbyterian“-Spitals in Dallas. Stunden später gab es Reports über einen möglichen weiteren Ebola-Kranken in einem Vorort von Dallas.