Eine Mitarbeiterin des Pannen-Spitals „Texas Health Presbyterian“ in Dallas, die Laborproben des verstorbenen Ebola-Opfers Thomas Duncan in Händen hielt, wurde während einer Kreuzfahrt in der Karibik in Quarantäne gesteckt. Die Frau hatte keinen direkten Kontakt mit Duncan, wollte die Sprecherin des US-Außenamtes, Jen Psaki, beruhigen. Sie wäre lediglich mit Duncans Proben in Berührung gekommen, so die New York Post.

Die Frau war mit dem Kreuzfahrtsschiff „Carnival Magic“ aus Galveston (Texas) zu einem Zeitpunkt ausgelaufen, als es noch kein „Reiseverbot“ für unter „Ebola Watch“ stehende Spitalsmitarbeiter gab. 75 Helfer und Ärzte hatten sich um den Liberianer gekümmert, der am 8, Oktober starb. Zwei Krankenschwestern, Nina Pham und Amber Vinson, infizierten sich wegen unzureichender Schutzkleidung mit Ebola. Ein Arzt an Bord des Kreuzers steckte die Frau in Quarantäne, sie zeige jedoch keine Symptome, hieß es. Der Umgang mit dem Proben liege dazu bereits 19 Tage zurück, die maximale Inkubationszeit bei Ebola beträgt 21 Tage.

Dennoch verhindern die Behörden in Belize das Andocken des  Feriendampfers: Sie verlangen, dass die Frau in die USA zurückgeflogen wird.

US-Präsident Barack Obama ernannte angesichts der wachsenden Panik Freitag einen „Ebola Zaren“: Ex-White-House-Berater Ron Klain soll künftig den bisher chaotischen Kampf gegen Ebola in den USA koordinieren. Obama lehnt jedoch weiter – trotz wachsendem Druck durch Republikaner und Demonstranten – die Verhängung eines Einreiseverbot für Passagiere aus Westafrika ab.