Kaci Hickox hatte als “Nurse” für „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) in Sierra Leone Ebolakranken geholfen und ihr Leben beim Kampf gegen die Todesseuche riskiert. Nach der Landung am Newark-Flughafen (New Jersey) wurde sie jedoch behandelt wie “eine Schwerverbrecherin”, wie sie gegenüber CNN protestierte.

Nach der Erkrankung des New Yorker Arztes Craig Spender, der für MSF in Guinea arbeitete, hatten die Gouverneure von New York und New Jersey eine 21 Tage lange Zwangs-Quarantäne für alle aus Westafrika heimkehrenden Mediziner angeordnet. Das White House und Top-Arzt Anthony Fauci halten die Maßnahme jedoch für “drakonisch“: Dringend benötigte Helfer könnten so abgeschreckt werden. Die “Bedenken” seien den Gouverneuren Chris Christie und Andrew Cuomo übermittelt worden.

Cuomo ließ die Anordnung nach heftigem Druck Sonntagabend bereits aufweichen. Christie blockt bei der Regelung jedoch weiter. Seine Priorität sei „der Schutz der Einwohner“, so der Republikaner. Doch immerhin wurde die Krankenschwester aus der antiquierten Quarantänestation entlassen: Sie war in einem Zelt innerhalb eines Spitals isoliert worden, ohne Fließwasser oder einem Klo mit Spülung. „Ich starre hier gegen die Wände”, protestierte sie. Ihr Anwalt brachte eine Klage wegen ungerechtfertigter Freiheitsberaubung ein.