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Der Mann, der Osama Bin Laden tötete, sorgt weiterhin für Schlagzeilen: Jetzt bestätigte auch die renommierte Zeitung Washington Post die Identität des Elitesoldaten Robert O’Neill (38), der am 2. Mai 2011 nach dem Sturm auf das Versteck in Abbottabad (Pakistan) dem Al-Kaida-Chef drei Kugeln in den Kopf jagte, wie er dem Blatt berichtete. Die Zeitung und der Sender „Fox News“ wollten in Absprache die Identität O’Neills erst nächste Woche bekanntmachen.

Doch die Website „SOFREP“ hatte den Namen des hochdekorierten Navy SEALs bereits am Montag ausposaunt. Die Site wird betrieben von Ex-SEALs und die Veröffentlichung wird als Racheaktion beschrieben, da Kameraden die öffentliche Prahlerei als Verstoß gegen den militärischen Ehrenkodex der Kommandotruppen erachten.

Der Soldat aus Montana freilich begründete den Schritt damit, dass sein Name ohnehin von anderen preisgegeben worden wäre. Er gestand gegenüber der „Washington Post“ auch ein, dass ein weiterer Navy SEAL, Matt Bissonnette, Schüsse auf Bin Laden abfeuerte. Bissonnette hatte sogar ein Buch („No Easy Day“) über die berühmteste Kommandoaktion der US-Geschichte geschrieben. Zwischen den Männern scheint nun ein bizarrer, öffentlicher Streit ausgebrochen zu sein, wer Bin Laden wirklich tötete…

In der zweiteiligen TV-Doku des Senders „Fox“ will O’Neill jedenfalls am Dienstag und Mittwoch neue Details der Operation „Neptune Spear“ ausplaudern.