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Der mental instabile Armeeveteran Omar Gonzalez hatte es im September bis in den „Green Room“ des Weißen Hauses geschafft, es war eine der schlimmsten Pannen in der Geschichte des „Secret Service“. Ein Untersuchungsbericht fördert nun haarsträubende Details eines kolossalen Versagens zu Tage. Zusammengebrochen wären „Performance, Organisation und Technik“ der Präsidentenleibgarde, so der Report. Kurz: Ein lupenreines Fiasko!

Gonzalez, der mit einem Klappmesser bewaffnet war und bereits früher wegen Waffenvergehen verhaftet wurde und vor dem White House auftauchte, hätte von einem Agenten mit einem der Kampfhunde nach dem Sprung über den Zaun auf den North Lawn leicht gestoppt werden können.

Doch der Wächter hatte seinen Posten verlassen, saß im Auto und führte am Handy ein Privatgespräch… Auch hatte er seine Funk-Stöpsel nicht im Ohr, sein zweites Funkgerät ließ er im Spind. Er reagiert erst, als er einen Kollegen über den Rasen rennen sah. Er hetzte den Hund los, doch es war zu spät, berichtet die New York Times. Um 19:12 Uhr am 19. September wurde Gonzalez zuerst am Zaun gesehen.

Beamte riefen ihm zu, herunterzusteigen. Doch er überquerte die Metallstäbe. Agenten drinnen sahen ihn über den Rasen huschen, zückten ihre Waffen, doch schossen nicht. Gonzalez hechtete in die Büsche. Die Agenten glaubten irrtümlich, dass er dort in der Falle sitzen würde. Doch der Mann, der US-Präsidenten Barack Obama persönlich warnen wollte über den Klimawandel, überwand das Gebüsch. Eine Beamtin hinter dem Nordportiko-Eingang bekam über Funk nur die generelle Aufregung mit, durchs Fenster sah sie einen Kollegen mit gezückter Waffe. Das Alarmsystem war abgeschaltet.

Sie wollte die Türe verschließen, doch Gonzales überwältigte sie. Er rannte zum „East Room“, die Agentin wollte bei der Verfolgung ihren Schlagstock zücken, doch ergriff stattdessen die Taschenlampe. Erst Beamte in Zivilkleidung, die ihren Dienst gerade beendeten, rissen den Eindringling zu Boden.