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Ein grauenhaftes 16-Minuten-Video der Mördermilizen des Islamischen Staates (ISIS) zeigt das Ende von Peter Kassig (†26), einem Ex-Soldaten, der als Entwicklungshelfer in Syrien 2013 verschleppt wurde.

„Wir sind stolz auf unseren Sohn“, reagierten seine Eltern, Ed und Paula Kassig aus Indianapolis (US-Staat Indiana) mit bewegenden Worten in einer berührenden Stellungnahme auf Facebook. Sie seien untröstlich, dass Kassig seine Liebe zum syrischen Volk das Leben kostete.

Die Eltern strichen die humanitäre Arbeit ihres auf so grässliche Weise getöteten Sohnes hervor: Er arbeitete in Flüchtlingslagern und Krankenhäusern, hatte seine Berufung gefunden. Die trauernden Eltern würden nun alles tun, um „Peters Vermächtnis am Leben zu erhalten“, schrieben sie.

US-Präsident Barack Obama verdammte die fünfte, auf Video festgehaltene Enthauptung westlicher Geiseln als „Akt des puren Bösen“. Die Terrormilizen halten jetzt noch eine 26-Jährige Amerikanerin in ihrer Gewalt, die Eltern baten, ihre Identität geheim zu halten.

Auffallend ist aber: Die „Choreografie“ bei Kassigs Mordvideo war völlig anders als bei den vier Exekutionen davor: Freunde schließen daraus, dass sich Kassig wehrte. Er verweigerte das Ablesen der verrückten Dschihadisten-Propaganda vor seinem Tod. Auch die Tötung ist nicht zu sehen. Kassig starb als Held, heißt es.