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Weiterhin Hochspannung in New York nach dem grauenhaften Mord an zwei Polizisten, die von einem gewalttätigen Afroamerikaner in ihrem Streifenwagen mit zwei Kopfschüssen regelrecht hingerichtet wurden. Der Killer Ismaaiyl Brinsley hatte vor der Bluttat auf Instagram Racheakte gegen Polizisten angekündigt. Er erwähnte darin den Tod der unbewaffneten Schwarzen Michael Brown und Eric Garner in den Händen der Polizei, die weltweit für Schlagzeilen sorgten.

Wegen wochenlanger Proteste gegen die Polizei schieben Konservative und Polizeivertreter nun die Schuld an dem Verbrechen der Protestbewegung und dem ebenfalls zunächst Polizei-kritischen, New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio in die Schuhe. „Propaganda“ gegen die Polizei hätte das Klima für die Bluttat geschaffen, so Ex-Bürgermeister Rudy Giuliani.

Der in die Defensive geratene de Blasio rief nun zu einem Ende der Anti-Polizeiproteste auf – zumindest bis zu den Begräbnissen für die zwei getöteten Polizeibeamten. Organisatoren von Anti-Polizei-Kundgebungen hielten jedoch vorerst an Plänen für weitere Demos fest.
Gleichzeitig wurde eine grobe Ermittlungs-Panne bekannt: Nach dem Schussattentat auf seine Ex-Freundin in Baltimore hatte die dortige Kripo das Handysignal von Brinsley bis nach Brooklyn verfolgt.

Gleichzeitig wurden Drohungen gegen die Polizei gefunden. Das NYPD verlangte jedoch von den Kollegen in Baltimore, ein Phantombild des Flüchtigen über ein antiquiertes Faxgerät zu übermitteln. Wegen der Verzögerung traf das aber erst ein, als die NYPD-Cops bereits tot waren.