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Verglichen mit früheren Winter- oder Sommerurlauben von Barack Obama erscheinen die Weltkrisen heuer fast übersichtlich – der US-Präsident, First Lady Michelle Obama sowie die Töchter Sasha und Malia können bei ihren traditionellen Weihnachtsferien in Oahu (Hawaii) so gut ausspannen wie seit langem nicht mehr.

Am Ende eines brutalen Jahres steht Obama plötzlich fast als „Comeback Kid“ da: Mit dem „Kuba-Coup“ der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen mit Havana sorgte Obama rund um die Welt für Applaus, durch den Abschiebestopp für Millionen Illegale erfüllt er ein lange überfälliges Wahlversprechen, die US-Wirtschaft wächst mit über fünf Prozent gerade so schnell wie seit elf Jahren nicht mehr, Spritpreise sinken, der „Dow“-Aktienindex durchbrach erstmals die 18.000-Punkte-Marke. Obamas Popularität schnellte auf 48 Prozent laut CNN, vor wenigen Wochen lag die Zustimmung mit seiner Amtsführung nur bei der 40-Prozent-Marke.

Sogar die Körperhaltung spricht Bände: Obama wirkt sichtlich zufrieden. Ganz kann der Demokrat das Tagesgeschäft des White House freilich nicht abschütteln: Am Dienstag etwa begrüßte er die Entscheidung des Filmstudios „Sony Pictures“, die Filmsatire im Mittelpunkt des Hackerdramas mit Nordkorea, „The Interview„, doch in US-Kinos zeigen zu wollen. Und vor seinem Ferienhaus protestierten Demonstranten gegen Polizei-Brutalität.

Den Urlaubsterminplan wirbelt das bisher kaum durcheinander: Obama schwang bereits die Golfeisen am Kaneohe Klipper Golf Course, verbrachte einen Nachmittag am Strand in Waimanalo. Wie jedes Jahr mietet die Präsidentenfamilie eine riesige Strandvilla im Traumort Kailua. 3500 Dollar Miete kostet die Prachtimmobilie pro Tag, so die Zeitung „Christian Science Monitor„.

Photo by art_es_anna