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Ein gewaltiger Blizzard stürzte die ganze US-Küste ins Chaos. Obwohl insgesamt weniger Schnee fiel als in apokalyptischen Prognosen vorhergesagt worden war, wurde eine Region mit 60 Millionen Einwohnern praktisch lahmgelegt.

Es war das erste Todesopfer zu beklagen: Ein 17-Jähriger kam bei einer Rutschpartie auf Long Island ums Leben. Die Millionen-Metropole New York entging aber der vollen Wucht des Schneesturmes. Doch die Stadt, die niemals schläft, wurde – eher wegen einer Überreaktion der Behörden – zur Geisterstadt:

# Das gesamte Subway-System wurde – erstmals wegen eines Blizzard – komplett eingestellt;
# Es galt ein totales Fahrverbot, gedroht wurde mit 500 Dollar Strafe, sollten sich Autofahrer widersetzen;
# Gesperrt waren Tunnel und Brücken, Bürgermeister Bill de Blasio (53) appellierte: „Bleiben Sie zu Hause!“
Auf den New Yorker Airports LaGuardia und JFK saßen tausende Reisende fest, viele schliefen im Terminal.

7000 Flüge wurden im Nordosten der USA gestrichen. Amtrak-Züge zwischen New York und Boston fielen aus.
Verheerend schlug der „Nor´Easter“-Küstensturm jedoch in Neuengland zu: Die Metropole Boston versank im Schnee, gegen die Küste krachten bei Winden in Hurrikan-Stärke zehn Meter hohe Wellenbracher, es gab Überschwemmungen.

New York kam nach dem Blizzard-“Streifschuss” langsam wieder in Schwung: Das Fahrverbot wurde aufgehoben, erste Subway-Garnituren rollten. Doch wo blieb das “Snowmageddon”? Jetzt hagelt es Kritik wegen dem Murks der Meteorologen und der Panik der Politiker.