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Die Metropole New York erwachte Freitagmorgen bei frostigen Temperaturen von – 17 Grad, mit heftigen Windböen fühlte es sich an wie fast – 30 Grad. Am Hudson-Fluss war wegen treibendem Packeis der Fährverkehr behindert, Schleppboote mussten Fährschiffe teilweise durch die Eisschollen ziehen. Sonst populäre Touristenattraktionen wie die Fifth Avenue und der Central Park waren fast menschenleer.

Kälterekorde purzelten in der gesamten Osthälfte der USA: Im Ort Embarrass (Minnesota) fiel die Lufttemperatur auf – 40 Grad, in Flint (Michigan) wurde mit – 31 Grad die kälteste Temperatur aller Zeiten gemessen.

Die Masse kalter Polarluft wehte bis nach Florida, wo schwere Verluste bei der Zitrusernte befürchtet werden. Am Wochenende droht in Neuengland der nächste Schneesturm, in New York könnte Eisregen ein Verkehrschaos auslösen.

Die Stadt Boston, wo die Temperaturen seit 16 Tagen unter dem Gefrierpunkt blieben, erlebt – paralysiert durch Schneefälle von insgesamt 2,4 Metern – eine „Katastrophe in Zeitlupe“, so der einheimische Journalist F. J. Graff in der New York Times: Subway und Nahverkehr sind seit einem Monat praktisch lahmgelegt, Menschen kämpfen sich täglich stundenlang durch eine Mondlandschaft aus Schneebergen in die Arbeit. Im US-Staat Tennessee kletterte de Opferbilanz auf zehn Tote.