Nach sintflutartigem Regen steht Amerikas viertgrößte Metropole, Houston (Texas), unter Wasser. Behörden riefen wegen der apokalyptischen Szenen den Notstand aus. Die Katastrophe wurde im TV mit einem “Tsunaml in Zeitlupe“ verglichen. Unwetter und Überschwemmungen führten zu Verwüstungen in weiten Teilen von Texas und Oklahoma.

Die Opferbilanz bis Dienstagnachmittag: 12 Tote, 40 Vermisste. Hunderte Häuser wurden durch blitzartig über die Bänke tretende Flüsse und Bäche weggerissen, Augenzeugen entlang des Blanco-Flusses sprachen von einer regelrechten Wasserwand, als der Pegel auf 12 Meter Höhe anstieg und Häuser, Straßen und Brücken weggerissen wurden.

Texas-Gouverneur Greg Abbott erklärte den Notstand in 24 Bezirken. US-Präsident Barack Obama sandte Helfer und Experten der Katastrophen-Behörde FEMA in die von der Flut devastierten Zonen.

Die Hochwasserfluten rissen ein Ferienhaus voller Urlauber von den Fundamenten: Acht von neun Bewohnern gelten als vermisst, darunter eine Familie mit zwei Kindern. In der Stadt Wimberley allein zerstörte das Hochwasser 350 Gebäude.

Zuseher des Basketball-Playoffspieles zwischen den “Houston Rockets” und den “Golden State Warriors” konnten wegen der Flut die “Toyota Center”-Arena in Houston nicht verlassen, einige übernachteten in der Halle. 43.000 Haushalte waren in Houston ohne Strom.

Hunderte Menschen mussten aus ihren in den Fluten eingeschlossenen Wagen gerettet werden. Helikopter fliegen seit 24 Stunden nonstop Einsätze.