Der unabhängige Senator aus Vermont gilt als Idol der Liberalen und wird als Präsidentschaftskandidat zum Senkrechtstarter – der sogar Top-Favoritin Hillary Clinton gefährlich werden könnte. 9600 Fans jubelten Links-Politiker Bernie Sanders, den Gegner gerne als “Kommunisten” denunzieren, bei einem Wahlkampfauftritt in Madison (Wisconsin) in der Sporthalle “Alliant Energy Center” zu.

“Berniemania”, titelte der liberale Webdienst “Huffington Post”.

Der 73-Jährige genoss das Bad in der Menge sichtlich: “Heute hat sich die größte Menge des ganzen, bisherigen Wahlkampfes versammelt”, jubelte Sanders.

Auch Umfragen-Kurven zeigen steil nach oben: In Iowa, wo nächsten Jänner die Vorwahlen beginnen, hat sich der volkstümliche Politiker, der Wall-Street-Banken zerschlagen möchte, mit 33 zu 51 Prozent schon an Clinton herangekämpft.

Unterstützer öffnen auch ihre Geldbörsen: Im letzten Quartal nahm Sanders Kampagne 15 Millionen Dollar ein. Sanders, der im Senat als “Independent” abstimmt, bewirbt sich bei den Demokraten-Vorwahlen im Rennen ums Oval Office.

Er bleibt trotz dem Hype aber Außenseiter: Nur zwei Prozent der Demokraten glauben, dass Sanders die besten Chancen habe, für die “Dems” das Weiße Haus zu erobern.