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Die Ex-Außenministerin spürt den Druck das linken Parteiflügels, den Kampf gegen die Ungleichheit zur Chefsache zu machen – besonders nach dem rasanten Aufstieg des linken Demokraten-Rivalen Bernie Sanders in jüngsten Umfragen: In einer dramatischen Rede, in der die Demokraten-Favoritin für das White House ihre Wirtschaftspolitik skizzieren wollte, setzte es herbe Rhetorik gegen die Finanzbranche: Clinton sprach von “Schattenbanken” an der Wall Street, beklagte hochriskante und spekulative Geschäfte. Clinton verlangte strengere Regeln im Bankensektor, um künftige Finanz-GAUs wie den Crash 2008 zu verhindern.

Doch anders als Sanders scheute die Top-Demokratin davor zurück, die Zerschlagung der größten Bankgiganten zu fordern. Deren Pleite würde nach wie vor die ganze Weltfinanz gefährden – wie 2008 der Bankrott von “Lehman Brothers”, so Experten.

Clinton machte für die wachsende Einkommenskluft die Politik der Republikaner seit den Siebzigerjahren verantwortlich, die mit Steuergeschenken für Reiche und Schlupflöchern für Corporations die größte Aggregation an Reichtum bei Top-Verdienern seit den Zwanzigern ermöglicht hätten, während die Löhne der Mittelklasse stagnieren. Clinton versprach eine “wachsende und faire Wirtschaft”, sollte sie es ins Oval Office schaffen.

Photo by marcn