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Groß war der Schock in Simbabwe als diesen Monat der gehäutete Kadaver eines Löwen außerhalb eines Nationalparks gefunden worden war. Bald stellte sich heraus: Es handelte sich um “Cecil”, einer der berühmtesten und populärsten Löwen des Afrikastaates. Der 13 Jahre alte, majestätische Löwe war der “Star” des Hwange-Nationalparks.

Jetzt sorgte die Enttarnung des Jägers für einen Sturm der Entrüstung rund um die Welt: Ausgeforscht als Löwen-Killer wurde der Amerikaner Walter Palmer (55), ein Zahnarzt aus Minneapolis. Er hatte die Raubkatze mit Pfeil und Bogen erlegt, bezahlte 54.000 Dollar für die Großwildjagd.

Der Tod des Löwen ist ein Verbrechen: Die geschützte Raubkatze war von örtlichen “Guides“ aus dem Tierpark gelockt und dann von dem Touristen getötet worden. Gegen zwei Führer laufen in Simbabwe Ermittlungen. Die Behörden dort wollen auch den Amerikaner einvernehmen.

“Ich bedaure den Vorfall”, sagte Palmer in einem Statement, verfasst von einer PR-Firma. Er beteuerte, nicht gewusst zu haben, wie beliebt und berühmt der Löwe war. Er hätte sich auf seine Guides verlassen, so der Mann.

Eine Wutwelle schwappt nach der Enthüllung in der Zeitung “Daily Telegraph” rund um die Welt. In einem Shitstorm auf Twitter wurde der Jäger zum Gejagten. Die Praxis in Minneapolis wurde Dienstag geschlossen, der Zahnarzt ist untergetaucht. Palmer war bereits in Minnesota wegen Wilderei angezeigt worden, als er einen Bären tötete.

Im Internet gibt es Fotos, wo er bei weiteren Jagdausflügen nach Afrika mit einem getöteten Leoparden posiert.